SAMSTAG, 11. MAI 2019, 14.00 UHR – KUNSTKASTEN, «Sym|po|si|um»

FAW Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Kunstkastens Winterthur: Winterthur bewegen.

DONNERSTAG, 16. MAI 2019, 18.30 UHR – MEHR ALS STRASSE: LÄRM UND MUSIK

Nach dem letzten Rückblick zur Geschichte und Entwicklung des Strassenraums in Winterthur erfahren wir nun, wie wir diesen zum akustisch gestalteten, hörenswerten Aufenthaltsort entwickeln können. Die Klangraumgestaltung löst sich von den Dimensionen des herkömmlichen Lärmschutzes und bietet neue Möglichkeiten zur Raumentwicklung. Stadtklang ist eine geplante und gestaltete Qualität — wie erreichen wir das und was ist unser Beitrag dazu? 

Die Stadtklangspezialisten Andres Bosshard und Trond Maag führen uns durch die Klangräume unterschiedlicher Bauepochen. Anhand der gemachten Erlebnisse und Eindrücke erörtern und testen wir unsere Chancen, den Klang der Stadt im Architektur- und Stadtplanungsprozess zu unseren Gunsten gestalten zu können.

TREFFPUNKT Kirchplatz vor Gewerbemuseum in Winterthur

BEGRÜSSUNG Alex Kalberer, Forum Architektur Winterthur

SPAZIERGANG, INPUTREFERATE UND MODERATION WORKSHOP Andres Bosshard, Klangkünstler, www.soundcity.ws – Trond Maag, Urbanist, www.urbanidentity.info

 Anschliessend sind Sie herzlich zu einem Apéro eingeladen.

 

DONNERSTAG, 13. JUNI 2019, 19.00 UHR – MEHR ALS STRASSE: TREFFPUNKT

Jahresprogramm 2018/2019 - Winterthur: Mehr als Strasse

Die Strassenräume in Winterthur fristen ein kümmerliches Dasein und warten darauf, zum Leben erweckt zu werden. Dieses Fazit aus den Stadtwerkstätten vertiefen wir mit unserem Jahresprogramm 2018/2019.

Die Strasse ist — als grösster öffentlicher Freiraum der Stadt — Abbild unserer Gesellschaft und zugleich Hebel für städtebauliche Entwicklungen. Innere und äussere Grenzen der Stadt, Frei- und Zwischenräume, Verdichtung, Mobilität und Klima treffen sich in den Lebensadern der Stadt, den Strassenräumen. In jeder Kultur sind sie Ausdruck des Miteinander, der Lebensqualität. Wir behaupten, die Strassenräume in Winterthur haben das Potenzial, sehr viel mehr zu leisten, als lediglich Verkehr abzuwickeln. Wie kann der Strassenraum zu einem Begegnungsraum mit Aufenthaltsqualitäten werden? Wie kann der Teufelskreis von Wohnraumverlust im Zentrum und Wohnraumexplosion an der Peripherie durchbrochen werden? Eine Antwort liegt auf der Hand: Die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs muss abgebaut und ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Verkehrsteilnehmenden sowie der Anwohnenden angestrebt werden. Eine generelle Temporeduktion auf 30 Stundenkilometer wäre eine Initialzündung. In der Folge ist Lärm massiv reduziert und erträglich.
Die strassenseitigen Fassaden werden mit Lebensräumen belegt. Zusätzliche Bäume verbessern das Stadtklima entscheidend, und die Strasse ist als Aufenthaltsraum aufgewertet. Monotone Asphaltwüsten weichen differenzierten Gestaltungen und lassen Strassen zu verbindenden Elementen und Identitäten werden.

In Veranstaltungen zu den Themen Treffpunkt, Lärm und Geschwindigkeit möchten wir Vorteile und Potenziale der Räume zwischen den Häusern entdecken und aufzeigen, dass diese «mehr als Strasse» sein können.